Die MOOD TOUR vor dem Endspurt…

Letzte Bilder der Etappe 7 und erste der Etappe 8

Am Dienstag geht der Staffel Stab ein letztes mal an ein neues Team über.
Zu Sebastian, dem Frontmann seit dem Start in Leipzig Mitte Juni, gesellen sich nun 2 junge Frauen und drei ältere Herren dazu. Am Abend findet die bereits zum Ritual gewordene Gepäckbeschau statt. ‘Was fehlt noch?’, ist eine Frage – die andere und für Radler wesentlichere ist: ‘Welche Sachen vom mit gebrachten sind verzichtbar’?. Sebastian steuert aus seinem Expeditionen – Fundus das Fehlende und Vergessene bei. Am Abend das erste gemeinsame Mahl – sehr gemütlich ist es bei Tisch bei der Bremer Gastgeberin Johanna.

Weiter mit Josephs Bericht unterhalb der Bilder!

Der neue Tag beginnt wie immer gegen sieben Uhr in der Frühe. Nach dem Frühstück wird das ganze Gepäck verstaut. Es ist so viel, dass der Boden zweier Zimmer damit belegt ist, trotzdem kriegen wir auch dieses mal alles unter.
Erstes offizielles Ereignis ist eine Marktplatz-Aktion mitten in Bremen, es präsentieren sich ADFC, die Barmer und lokale Förderer und Vereine.
Die Medien Print als auch Funk und Fernsehen sind präsent und sprechen mit den Mood Tour Teilnehmern über unser Anliegen, Betroffene von Depression zu akzeptieren statt zu diskriminieren, ihnen ein Netz aus Hilfsangeboten vor Ort zur Verfügung zu stellen statt sie mit ihrem Leiden allein zu lassen, usw.
Suizide durch Depressionen kosten jährlich allein in Deutschland mehrere tausend Menschenleben.

Bei einer Performance und live Jazz vergeht die Zeit bis zur Mitfahr-Aktion um 14 Uhr recht schnell. Wir radeln dann 12 km nach Delmenhorst. Dort gibt es im Nachbarschaftszentrum „Wollepark“ einen Brötchen-Empfang.
Gegen Abend übernachten wir im Garten eines ADFC Urgesteins in Ganderkesee. Am Tag drauf starten wir ohne näher definiertes Tagesziel, es stand auch kein Pressegespräch auf der Agenda. Am Ende hatten wir dann doch en passant vier Artikel mit Bild in den lokalen Medien untergebracht. Wieder erleben wir dass auch an diesem Tage unsere Presseleute Depressionen im persönlichen Umfeld oder sogar bei sich selbst bekannt sind.
Nach einem entspannten Tag schlagen wir unsere Zelte an der Hunte auf.
Ein schöner Sonnenuntergang, ein prima gemeinsam zubereitetes Mahl aus, Kürbissuppe und Salat runden den Tag ab…

Von der Hunte über das Eisenzeitdorf nach Münster

Heute der erste Morgen als Wildzelter. Es ist Frühnebel, entsprechend ist alles nass draußen. Wir rollen unsere recht feuchten Zelte ein. Heute wollen wir Strecke machen, da wir Tags drauf am frühen Nachmittag 15 km vor Münster auf eine Gruppe warten, eine weitere Mitfahr-Aktion steht dort bevor. Nach dem frühen Start geht es los; die 14 Taschen, in denen ein jedes Ding wichtig ist und seinen Platz hat, zügig zu packen und an die Räder zu montieren ist eine Sache die geübt und gelernt sein will….

Unterwegs haben wir etwas Pech, zunächst schleift ein ausgebeulter Mantel am Rahmen eines Tandems.
Nach dem Abschneiden einiger Stollen des Profils geht es dann weiter bis zum ersten Platten der Etappe.
Auch wenn Sebastian für solche Störungen ruhig und sehr schnell reagiert, vergeht jedes mal Zeit.
Bei der Mittagspause an einem schönen See wird der Geldbeutel von Joseph vermisst, er ist wohl geklaut worden. Um ein Verlieren auszuschließen wird alles mehrfach erfolglos abgesucht.
Um Zeit zu gewinnen fahren wir etwas schneller – dabei trotzen wir einem auffrischenden Gegenwind, die ruhigen Wege und die schönen Ausblicke entschädigen uns hierfür.

Gegen Abend beschließt Sebastian den ausgebeulten Reifen zu ersetzen, der Reifen ist zwar nicht billig, das Tandem kostet aber so viel wie 100 davon.
Unser Quartier ist heute ein ganz ungewöhnliches Replik eines Hofes aus der Eisenzeit. Wir grillen am Lagerfeuerplatz und später wärmen wir uns am ersten offenen Feuer der Etappe. Einer der Leute vom Eisenzeitdorf-Verein erzählt. Er ist aber so von seiner Idee beseelt, dass wir kaum Gelegenheit bekommen ihn mit unseren Fragen zu löchern, geschweige denn unseren nächsten Tag als Team zu besprechen…
Joseph

17.09.2014
  • Mood Tour

    Ja, es war leider ein wenig zuviel des Guten, da muss ich mich als Tourenleiter anschliessen. Gerade wir brauchen eben ein wenig Raum für uns – fürs Plenum z.B.
    Nichtsdestotrotz habt Ihr ein Spitzenplatz dort am Start, echt schicke Geschichte!
    Kann ich jeden nur empfehlen. Hey eisenzeit, magst Du nicht nochmal Eure URL hier posten?
    Danke und Grüße, Sebastian

    December 18 2014
    • eisenzeit

      Tut uns leid, dass euch die spontane Gastfreundschaft vom ehrenamtlichen Eisenzeithaus-Team nicht so ganz zugesagt hat.
      Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg und offene Türen für Euer Projekt.

      December 18 2014